Drummers-Vita


1973 gründete Bernd Feller mit „Gockel“  Wolfgang de Haan (†) und Hans Humbert das Rock-Trio „Im Eimer“. Nachdem sie bereits zahlreiche Beat-Messen in Kirchen veranstaltet hatten, wollten sie nun eigene Rockmusik machen.  Die Band wurde für eine Großveranstaltung, auf der u.a. Tangerine Dream und Embryo spielten, angekündigt, trat aber dort nicht mehr auf.


Stattdessen verließ Bernd die Band und stieg bei der seit den 60er Jahren über das Ruhrgebiet hinaus bekannten Beatband The Maries als Drummer ein. Die Maries waren bereits 1969 Beatsieger des Beatfestivals Recklinghausen geworden und hatten eine Single veröffentlicht. Zahlreiche Konzerte im gesamten Bundesgebiet folgten.
Seit 1975 nannte sich die Band ODESSA, um statt Beatmusik progressive Rockmusik zu machen. ODESSA spielte auf zahlreichen Festivals als Headliner und gewann u.a. den „Goldenen Notenschlüssel“.


1983 löste sich ODESSA auf, um mit Torsten Schmidt und Andy Wessollek von der Halterner Rockgruppe „Moment Mal“ sowie den ODESSA-Musikern „Felix“ Jürgen Grunwald an den Keyboards und Jürgen Wessollek (†) am Bass, Virus-D zu gründen.


Virus-D spielte von Anfang an nur eigene deutschsprachige Songs, die von Torsten Schmidt getextet wurden. Torsten hatte bereits Anfang der 70er Jahre ein in Europa bekanntes Folk-Duo namens „Midnight Circus“, das bei Bellaphon unter Vertrag war.


Fast 20 erfolgreiche Jahre folgten, in der die Band in ganz Deutschland und Frankreich tourte und u.a. den "1. Preis der Landesjury NRW als beste Rockband des Landes NRW im Deutschen Rockpreis 1987" unter mehr als 1.000 Bands gewann.


Die Single  „Morgen ist ein neuer Tag“, die von Franz K. produziert wurde,  schaffte es bis auf Platz 2 der WDR-1-Hitparade.


Virus-D schrieben  mehrere Filmmusiken, u.a. für die Filme „Der Todeskandidat“ und „Das Büdchen“ im WDR.


Nachdem die Band 1987 vor etwa 20.000 jungen Bergarbeitern die Hymne „Erst stirbt die Zeche, dann stirbt die Stadt“ aufgeführt hatte,  bekam sie den Auftrag, eine komplette Rock-Revue zu schreiben, die dann bundesweit zur Aufführung kam und großes Medienecho fand. Virus-D spielten auf fast allen großen Massendemonstrationen der 80er und 90er Jahre, u.a. in Bochum vor 100.000  Bergarbeitern und  in Bonn vor 80.000 Demonstranten. Für die legendäre Veranstaltung  „Kunst für Kohle“ in der großen Westfalenhalle in Dortmund schrieb Virus-D das Rahmenprogramm. Hier wurde auch die Rock-Revue zweimal aufgeführt. Durch die Arbeit für die Bergleute bekam Virus-D die Aufgabe, für die großen Protestveranstaltungen alle Lieder sowie alle offiziellen Rundfunk-Spots zu schreiben. Der Song „Erst stirbt die Zeche, dann stirbt die Stadt“ wurde zum offiziellen Slogan der Kumpel des Bergbaus in den 90er Jahren.


Nach den CDs „Erst stirbt die Zeche…“ und „Treibsand“ folgte 1999 die CD „Spurensicherung“.


Anfang 2001 spielte Virus-D das letzte Konzert und löste sich danach auf. Eine geplante CD, auf der Gedichte der Autorin Dodo Deimann musikalisch umgesetzt werden sollten, wurde nicht mehr fertig gestellt.


Ein zunächst einmaliges Revival von Virus-D fand im Oktober 2012 auf dem 1. Niederrheinischen Bergmannstag in Kamp-Lintfort statt.


Ein weiteres Projekt von Bernd Feller war die Prog-Rock-Band Betaplan, die  u.a. eine Rock-Bearbeitung von Mussorgskys Klassiker „Pictures at an Exhibition!“ zur Aufführung brachte. Der Band blieb allerdings der kommerzielle Erfolg versagt.


Seit 2010 trommelte Bernd Feller in der Bluesband MoreMoore, einer lokalen Größe am Niederrhein, stieg aber Ende 2012 wieder aus, um sich nur auf das Revival von Virus-D zu konzentrieren.

Im Sommer 2012 formierte sich Virus-D neu.

 

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